Lelystad (Niederlande 5)
Nur 30 Minuten bis zur Sonne?
Lelystad wir kommen!
Zu Wochenbeginn haben wir beschlossen Wind und Regen zu entfliehen und uns auf den Weg nach Lelystad gemacht. Die Stadt ist interessant: Nachdem bis 1957 das Land vom Meer getrennt und trocken gelegt wurde, entstand zunächst eine kleine Arbeitersiedlung mit Hafen. Davon ausgehend wurde 1967 dann die Stadt Lelystad gegründet, die als Zentrum des neu gewonnenen Landes dienen sollte, was aber gründlich misslang, da das Markermeer schließlich nicht trocken gelegt wurde. Heute ist die Stadt mit über 75.000 Einwohnern eine der 40 größten Städte der Niederlande und bietet einiges an Unterhaltung.



Am Hafen gibt es ein sehr günstiges Parkhaus, günstig in zweierlei Hinsicht. Einerseits zahlt man nicht allzu viel, andererseits sind nicht nur der Hafen, sondern auch viele kleine Cafès und das Bataviastad Outletcenter erreichbar. Bataviastad ist eine Stadt in der Stadt, hier finden sich viele kleine Läden von Markenherstellern mit teilweise recht guten Angeboten. Dabei handelt es sich vor allem um Vorsaison-Ware, aktuelle Kollektionen kosten durchaus auch aktuelle Preise! Bemerkenswert laut Eva war vor allem der Michael Kors Store!
Nach 2 Stunden in Bataviastad kann man sich bei echt landestypischem Essen ausruhen.



Ein kleiner Imbiss vor den Toren der Nobelwelt bietet Kipkorn und Bamishijf. Kipkorn ist eine Art Fleischrolle aus Huhn und Pute, umgeben von einem Cornflakesmantel und kräfitg frittiert. Im Prinzip schmeckt es knusprig nach Friteuse. Die Bamishijf ist eine Spezialität in den Niederlanden und Belgien, es gibt sie inzwischen aber auch in den Grenzregionen. Es handelt sich hierbei um ein besonders dick eingekochtes Bami Goreng, dass in Scheiben geschnitten und paniert wird. Im Imbiss wird es dann kräftig frittiert. Geschmacklich lässt sich wenig sagen, im Grunde handelt es sich um Nudeln mit scharfer Würze.
Derart gestärkt kann man sich nun auf den Weg machen in eins der vielen Museen, so zum Beispiel der Bataviawerf, in der historische Schiffsbauten nachgestellt werden. Leider ist das sehr teuer und man darf sich überlegen ob der Besuch der Rekonstruktion eines Schiffes aus dem 17.Jahrhundert 24€ wert ist.
Im Nieuw Land Museum kann für 8€ pro Person die Geschichte der Landgewinnung nachverfolgt werden.
Ein Besuch in der Innenstadt von Lelystad lohnt sich auch, der Weg vom Hafen jewoch ist weit. Kostenloses Parken ist mit etwas Suche möglich, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Vom Rathausplatz aus ist alles schnell zu Fuß erreichbar und man erkennt schnell, dass diese Stadt sehr jung und quasi "am Reissbrett" entworfen ist.

Eure
Eva & Martin