Enkhuizen (Niederlande 3)
Hier und heute geht es nicht ums Essen, sondern um einen kleinen Kurztrip nach Enkhuizen.
Von schlechtem Wetter getrieben fuhren wir über den Houtribdijk, einen Deich zwischen den Städten Lelystad und Enhuizen auf dem die N302 entlang führt, eine gut ausgebaute Straße zwischen Ijsselmeer und Markermeer.
Leider gibt es hier nur wenige Möglichkeiten um kurz anzuhalten und die Natur zu bestaunen, daher lohnt sich ein Halt am Trintelhaven, einem kleinen Nothafen ungefähr in der Mitte des Deichs. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz, eine tolle Aussicht auf das Ijsselmeer und das kleine Restaurant "Checkpoint Charlie", ein Laden mitten im Nirgendwo, ohne Strom- und Wasseranschluss und daher mit gesalzenen Preisen.



10 Minuten später kommt man in Enkhuizen an, die Ortschaft voller Häfen ist schon von weitem zu Erkennen. Die kleine Stadt ist ein echtes Schmuckstück und bietet direkt am Hafen kostenlose Parkplätze für PKW. Von hier aus ist es ein kurzer Spaziergang am Bahnhof vorbei und an zwei kleineren Häfen entlang bis zum Drommedaris, dem alten Wehrturm der Stadt. Derzeit wird er leider restauriert und ist somit etwas eingezäunt.
Über eine malerische kleine weiße Hebebrücke geht es zu einem kleinen Eisladen, in dem wir uns in bestem Niederländisch mit etwas Eis gestärkt haben. Danach weiter bis zum Deich am Ijsselmeer und ein paar Meter weiter erreicht man den neusten Hafen der Stadt, den riesigen Compagnieshaven. Nun ging es zurück in die Altstadt und dabei kamen wir rein zufällig an einem Museum vorbei, bei dem sich der Besuch lohnt.



Das alte Gefängnis aus dem 17.Jahrhundert ist toll erhalten und steht nach einer misslungenen Restauration schief wie der Turm in Pisa. In seinem Innern sind einige alte Gefängniszellen zu besichtigen, in denen Ausstellungsgegenstände und alte Folterinstrumente zu sehen sind. Der Eintritt ist mit 1 Euro pro Person wirklich günstig und das Geld geht an einen Verein, der sich um den Erhalt des Gebäudes bemüht und dessen Mitglieder freundlich und vielsprachig einiges über die Geschichte der Stadt zu erzählen haben.



Nach der Kultur dann Shoppen: Enkhuizen bietet eine lange und schöne Einkaufsstraße. Dort tummeln sich Drogerien, kleine Boutiquen, Bäckereien und und und. Ja und ein kleines Käsefachgeschäft, in dem wir uns ein paar Spezialitäten gegönnt haben. Schwer bepackt sind wir nach rund fünf Stunden wieder zurück am Parkplatz angelangt und haben uns auf den Weg zurück gemacht.